Gut geschützt mit dem richtigen Dach

DachEin Dach ist zuallererst dazu da, das Innere eines Hauses nach oben abzuschließen und vor der Witterung und weiteren von oben kommenden Beeinträchtigungen zu schützen. Die Wahl einer Dachform und der Eindeckung trägt jedoch auch maßgeblich zum Erscheinungsbild des ganzen Gebäudes bei.

 

Diese Dachformen gibt es

Die Vielfalt der Dachformen ist so groß, dass wir uns hier auf die wichtigsten und in Deutschland gebräuchlichen beschränken. Auf welche der Dachformen die Wahl eines Bauherrn fällt, hängt nicht nur von dessen Geschmack, seinen finanziellen Möglichkeiten, architektonische Voraussetzungen und lokalen Gegebenheiten, sondern auch von den örtlichen Bauvorschriften ab.


Die Dachhaut – der Schutzmantel gegen das Wetter

Unter einer Dachhaut wird der äußere Teil eines Daches verstanden, der die Aufgabe hat, vor der Witterung zu schützen. Er liegt unmittelbar auf der Dachkonstruktion auf. Fachleute unterscheiden zwischen einer Dachdeckung, bei der die Niederschläge aufgrund der Dachneigung abgeleitet werden, und einer Dachabdichtung, die wasserundurchlässig ist. Diese wird vor allem bei Flachdächern eingesetzt. Für Dachdeckungen werden üblicherweise aus Ton gebrannte Dachziegel, Betondachsteine oder Natursteine verwendet, es kommen jedoch auch je nach Konstruktion des Hauses z. B. Glas, Metall oder direktdeckende Solarmodule infrage. Wenn es eine sog. weiche Deckung sein soll, sind organische Materialien (Gras, Reet, Holzschindeln, Stroh) die erste Wahl. Siehe auch www.zbo.de/dach/dacheindeckung.html.

 

Auch bei der Dachkonstruktion gibt es große Unterschiede

Bei der Dachkonstruktion geht es um das Traggerüst eines Daches, auf dem die Dachdeckung aufliegt. Das in Deutschland am häufigsten vorkommende Satteldach wird als Sparrendach (mit der Variation des Kehlbalkendaches) oder Pfettendach errichtet. Ein Sparrendach wird dabei aus hintereinander gestaffelten Sparrenpaaren, die zum First hin ausgerichtet sind, errichtet. Ein Pfettendach hingegen ist so konstruiert, dass die Dachsparren auf waagerechten Pfetten aufliegen. Die Dachkonstruktionen unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Be- und Entlüftungsfähigkeit. Zur Wahl stehen das zweischalige Kaltdach, bei dem die aus dem Gebäudeinneren entweichende Feuchtigkeit durch eine Belüftung unterhalb der Dachhaut abgeführt wird, sowie das einschalige Warmdach. Hierbei handelt es sich um eine nicht belüftete Konstruktion, bei der sich die Dachhaut direkt auf der Dämmschicht befindet. Im Winter gibt es zwischen diesen beiden Varianten keinen messbaren Unterschied hinsichtlich ihrer Wärmedämmeigenschaften. Im Sommer hat das Kaltdach einen geringen Vorteil, wenn in der Belüftungszone zwischen Dachoberfläche und Dämmung nur die Schattentemperatur erreicht wird.

 

Schutz vor der Hitze im Sommer und Heizwärmeverlust im Winter durch Dämmung

Seit 2012 muss gem. der Energieeinsparverordnung (EnEV) bei Neubauten immer und bei Bestandsgebäuden in zahlreichen Fällen für eine Dachdämmung gesorgt werden. Bei der Wahl der richtigen Dämmmethode kommt es auch darauf an, wie der Dachboden künftig genutzt werden soll. Bauherren und Sanierer können sich zwischen einer Dämmung des eigentlichen Daches (Zwischen-, Unter- oder Aufsparrendämmung) oder der Dämmung der obersten Geschossdecke entscheiden.
Das Dämmmaterial spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Neben dem Preis sind auch andere Kriterien wie z. B. die Baustoffklasse oder die Wärmeleitfähigkeit entscheidend. Die derzeit am meisten nachgefragten Dämmstoffe für eine Dachdämmung sind Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle), Mineralschaum und einige organische Dämmstoffe wie beispielsweise Schilf- oder Wiesengras, Jute oder Hanf.

 

Dachaufbauten sorgen für mehr Licht, Platz und Individualität

Hier reicht das Spektrum von Dachbalkonen oder –loggien, Gauben, Dachlaternen oder –reitern bis zu Zwerchhäusern und Dachflächenfenstern. Viele Dachaufbauten sind im modernen Hausbau nicht mehr gebräuchlich, weil sie zu kosten- und wartungsintensiv sind und der Erfüllung der in der EnEV gesetzten Normen im Wege stehen. Insbesondere die verschiedenen Ausprägungen der Gaube als Giebel-, Schlepp-, Fledermaus-, Walm-, Spitz- oder Rundgaube sowie großzügige Dachflächenfenster sind wichtige Gestaltungselemente im Hausbau.

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