Eigenheim energieeffizient bauen
Energieeffiziente Massivhäuser
Der Massivbau ist in Deutschland immer noch die vorherrschende Bauweise. Auch hier lassen sich Standfestigkeit, Dauerhaftigkeit, Ökologie und Energieeffizienz nach den KfW-Richtlinien von KfW 55 bis hin zum Passivhaus umsetzen. Die Wahl des Bausteins, vom Ziegelstein wie Poroton, Kalkstein oder dem Klimastein „Holzspanschalungsstein“ bietet in Kombination mit dem Wärmedämmsystem der Fassade vielfältige Möglichkeiten für den Bauherrn ein individuelles und umweltschonendes Haus zu bauen. Ökologisch aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, bieten diese Steine den Vorteil eines gleich bleibend guten Raumklimas durch den guten Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich. Auch die Wärmespeicherfähigkeit der Steine sorgt für eine gute Energieeffizienz. Die Kombination unterschiedlicher Stärken von Stein und Dämmung lassen eine große Vielfalt und Individualität in der Bauausführung zu.
Zur Erlangung einer hohen Energieeffizienz wird vor allem im Außenwandbereich für die Installationsverlegung ein Vorwandsystem verwendet um die Außenwand nicht zu beschädigen und damit durchgehend einen gleich bleibenden Wärmedämmwert zu garantieren. Die Dachkonstruktion für ein massives Energieeffizienzhaus zeichnet sich durch Winddichtigkeit und gute Dämmung aus. Fenster mit Dreifachverglasung und die Wahl einer modernen Haustechnik bieten für den Bauherrn alle Möglichkeiten um auch ein Passivhaus zu realisieren.
Für die Außenwanddämmung stehen verschiedene Systeme zur Wahl. Am häufigsten wird das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ausgeführt. Aber auch die hinterlüftete vorgehängte Dämmfassade oder die Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk sind gute Varianten um die Energieeffizienz des Massivhauses zu erhöhen.
In der Sanierung von Massivhäusern, auch dafür gibt es eine KFW Förderung, kommt zudem auch eine Innendämmung zur Ausführung, insbesondere in den Fällen, wenn die Mauerwerksfassaden z.B. unter Denkmalschutz stehen.
Die Möglichkeiten der modernen Haustechnik reichen von Solar- und Photovoltaikanlagen über die Nutzung von Erdwärme bis hin zu Abluftwärmepumpen. Ergänzt werden kann die moderne Haustechnik durch ein gutes Wohnraumlüftungssystem. Bei der Energieeffizienz des Massivhauses ist die Wahl des Heizungssystems ein wichtiger Bestandteil. Auch hier stehen unterschiedliche Systeme zur Wahl. Daher ist einen gründlicher Vergleich wichtig. Wärmepumpen als Sole- oder Luftwärmepumpen mit Erdkollektor, mit Tiefenbohrung oder mit zusätzlichem Sonnenkollektor, Passivhausheizung, Brennwertthermen oder Pelletsheizung sind verschiedene Heizsysteme, die die Anforderungen nach der Energieeinsparverordnung erfüllen. Ebenso können Mini-Blockheizkraftwerke als Heizsystem zur Anwendung kommen.
Hausbau als KfW-Effizienzhaus
Ein Darlehen der staatlichen KfW Bankengruppe kann der Finanzierung des Eigenheims erheblich auf die Sprünge helfen. Die KfW bietet vergleichsweise niedrige Bauzinsen und Zuschüsse, wenn sich der Häuslebauer für den Bau eines energieeffizienten Gebäudes entscheidet. Um finanzielle Unterstützung für ein KfW Effizienzhaus für ein KfW Effizienzhaus zu erhalten, hat das geplante Haus des Antragstellers eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen. Die KfW hat ihre Anforderungsprofile in verschiedene Kategorien eingeteilt: Ein Haus muss dem Standard für ein KfW-Energiesparhaus 40, 55, 70 oder Passivhaus entsprechen, um Fördergelder zu erhalten.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Um die Vorgaben für ein KfW-Effizienzhaus 70, 55 und 40 zu treffen, dürfen der jeweilige Jahres-Primärenergiebedarf sowie Transmissionswärmeverlust feste Grenzwerte nicht überschreiten. Um im Soll zu bleiben, werden in die Gebäude beispielsweise speziell wärmegedämmte Außenwände und Dächer eingebaut. Eine Wärmeschutzverglasung mit zwei oder drei Fensterscheiben inklusive wärmedämmender Rahmen trägt ebenso dazu bei, die Bestimmungen zu erfüllen, wie eine energieeffiziente Heizung, die mit Biomasse oder bestimmten Typen von Wärmepumpen betrieben wird. Für das KfW Passivhaus gelten die gleichen Voraussetzungen wie für das KfW Energiesparhaus 40, nur dass beim Passivhaus noch einige weitere Faktoren hinzukommen. Grundsätzlich muss ein Sachverständiger, der vom Antragsteller selbst gewählt werden kann, vor dem Start bestätigen, dass die jeweiligen Vorgaben der KfW beim Bau des Hauses erfüllt werden. Im Anschluss entscheidet die Bankengruppe über die Vergabe des Darlehens.
Was bietet die KfW?
Falls die Voraussetzungen erfüllt werden, bietet die KfW ihren Kunden einen effektiven jährlichen Zinssatz ab 1,87 Prozent. Das Darlehen kann die gesamten Baukosten bis zu 50.000 pro Wohneinheit umfassen. Die Zinsbindung beträgt bis zu zehn Jahre, die maximale Laufzeit 30 Jahre. Außerplanmäßige Tilgungen sind ab einer Summe von 1.000 Euro problemlos möglich. Abhängig vom jeweiligen Effizienzhaus-Standard bietet die KfW außerdem einen Tilgungszuschuss bis zu 10 Prozent der Darlehenssumme.
Was wird nicht gefördert?
Die KfW hilft Hausbauern nicht in jedem Fall weiter. Wenn ein bestehendes Darlehen umgeschuldet werden soll, ist keine KfW-Förderung möglich. Es ist ausgeschlossen, bereits gestartete oder abgeschlossene Bauvorhaben nachzufinanzieren. Ferien- sowie Wochenendhäuser sind im Förderprogramm ebenfalls nicht enthalten. Alle anderen Häuslebauer sollten mit ihrer Hausbank bzw. ihrem Finanzberater die Möglichkeit eines KfW-Darlehens unbedingt abklären, bevor die Finanzierung ihres Eigenheims Gestalt annimmt.
Energieeinsparverordnung - EnEV 2009
Seit 01. Oktober 2009 gilt für Wohngebäude und deren Anlagentechnik die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Demnach sind Sie als Bauherr verpflichtet, Ihr Haus mit einem sehr geringen Jahres-Primärenergiebedarf zu planen und zu bauen. Ihr Eigenheim muss so ausgeführt werden, dass der Höchstwert des spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlust HT = 0,4 W/(m²*K) nicht überschritten wird. Oder etwas einfacher erklärt: Ihr Haus darf nur noch extrem wenig Wärmeverluste zulassen.
Man erreicht dies durch die Luftdichtigkeit des Gebäudes (erhöhte Dämmung) und durch den Einsatz regenerativer Anlagentechnik. Unter Umständen ergeben sich durch die Anforderungen des sommerlichen Wärmeschutzes zusätzliche Maßnahmen, wie zum Beispiel der An- oder Einbau von Markisen, Jalousien oder Rollläden. Diese gesonderten Maßnahmen sind, wenn Ihr Hausangebot sie noch nicht enthält, von Ihnen separat/zusätzlich zu vereinbaren.
Gleichzeitig muss aber auch im Sinne der Wohngesundheit ein Mindestluftwechsel sichergestellt sein, den man entweder durch regelmäßige Fensterlüftung erreicht oder durch den Einbau einer kontrollierten Wohnraum Be- und Entlüftungsanlage automatisieren kann. Welche der beiden Belüftungsvarianten Sie favorisieren, wird unter anderem von Ihrem Budget abhängen, jedoch ist eine kontrollierte Wohnraum Be- und Entlüftungsanlage sicher eine gute Investition für ein modernes Massivhaus.
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG
Zusätzlich fordert das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) den Einsatz von erneuerbaren Energien. Zu erneuerbaren Energien zählen zum Beispiel
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Geothermie (Erdwärmepumpe),
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Umweltwärme (Luftwärmepumpe),
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solare Strahlungsenergie (Solaranlage),
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gasförmige/flüssige/feste Biomasse ( Holz, pflanzliche und tierische Reststoffe zur Gewinnung fester, flüssiger und gasförmige Energieträger)
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Abwärme aus Abluftanlagen.
Wichtig ist es nun, eine technisch und zugleich wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung zu treffen, um den staatlich verordneten Ansprüchen zu genügen.
In unserer Baubeschreibung haben wir den Einbau einer modernen Gas-Brennwerttherme vorgesehen. Um den Vorgaben des EEWärmeG zu entsprechen, wird bei uns automatisch eine Solaranlage für Warmwasser inklusive eines entsprechenden Warmwasserspeichers vorgesehen und im Festpreisangebot kalkuliert.
Alternativ können wir Ihnen auch folgende Möglichkeiten anbieten:
- Luft-Wasser-Wärmepumpe,
- Erdwärmepumpe mit Erdsonde,
- zentrale Wohnraum Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Die jeweiligen Mehrpreise ermitteln wir individuell und auf Basis der Haus-Planung. Sie erhalten mit Sicherheit ein attraktives Angebot von uns.
Weitere Alternativen nennen wir Ihnen gern auf Anfrage oder im Rahmen unserer Bau-Beratung.
Fußbodenheizung
Wärmepumpen nutzen eine niedrigere Vorlauftemperatur als Gasheizungen. Deshalb empfiehlt sich für den energieeffizienten Hausbau mit Wärmepumpe immer der Einbau einer Fußbodenheizung.
Sofern Sie bei uns den Hausbau mit einer Wärmepumpe anfragen, erhalten Sie automatisch auch die Fußbodenheizung. Wer partout die Fußbodenheizung ablehnt, kann bei uns auch eine entsprechende Wärmepumpe mit einer "Hochtemperatur-Wärmepumpen-Einheit" erhalten.
